Da er Nancy verlassen wollte, wählte Herzog Leopold I. von Lothringen 1702 Lunéville als Residenz für seinen Hofstaat. Als Neffe Ludwigs XIV., des „Sonnenkönigs“, bewunderte er diesen sehr und träumte davon, ihm gleichzukommen. Daher ließ er von Germain Boffrand ein prächtiges Schloss errichten, eine Nachbildung von Versailles. Das Schloss blieb bis zu seinem Tod im Jahr 1729 sein Wohnsitz. 1737 ließ sich sein Nachfolger, Stanislaus Leszczynski, der neue Herzog von Lothringen, dort nieder und fand einen Ort, an dem er friedlich leben konnte. Trotz des Brandes im Januar 2003 hat das Schloss sein Aussehen aus dem 18. Jahrhundert bewahrt und ist weiterhin ein historisches Denkmal.